Das Problem
Ein mittelständisches Fertigungsunternehmen stand vor einem wachsenden Datenproblem: Über 10.000 unstrukturierte PDF-Datenblätter und Lieferantenverträge mussten monatlich manuell in das ERP-System übertragen werden. Jedes Datenblatt enthielt technische Spezifikationen, Materialzusammensetzungen und Zertifizierungsinformationen in unterschiedlichen Formaten.
Die manuelle Dateneingabe war nicht nur zeitaufwendig — sie war fehleranfällig. Inkonsistente Formatierungen, unleserliche Scans und variierende Dokumentstrukturen führten zu einer Fehlerquote von über 12%. Falsche Materialdaten im ERP-System verursachten Produktionsverzögerungen und fehlerhafte Bestellungen.
Das bestehende Team konnte das wachsende Dokumentenvolumen nicht mehr bewältigen, ohne zusätzliches Personal einzustellen.
Unser Ansatz
Blueprint-Phase: Daten-Audit und Machbarkeitsanalyse
Wir analysierten eine repräsentative Stichprobe von 500 PDFs und identifizierten 23 wiederkehrende Dokumenttypen mit jeweils eigenen Extraktionsregeln. Die Machbarkeitsanalyse ergab, dass 87% der Dokumente vollautomatisch verarbeitet werden können — die restlichen 13% erfordern menschliche Prüfung bei Grenzfällen.
Brain-Phase: Pipeline-Design
Basierend auf dem Audit entwarfen wir eine mehrstufige Verarbeitungspipeline: PDF-Ingestion, OCR-Erkennung, regelbasierte Extraktion, Validierung gegen Geschäftsregeln und ERP-API-Integration. Jede Stufe wurde als unabhängiger Microservice konzipiert.
Hands-Phase: Implementierung
Die Pipeline wurde iterativ entwickelt — Dokumenttyp für Dokumenttyp. Jeder neue Typ durchlief einen Zyklus aus Testextraktion, Regelverfeinerung und Validierung gegen historische Daten.
Architektur
PDF-Ingestion und Vorverarbeitung
Eingehende PDFs werden automatisch klassifiziert und in eine Verarbeitungswarteschlange eingereiht. Bildbasierte PDFs durchlaufen eine Vorverarbeitung (Entzerrung, Kontrastoptimierung) vor der OCR-Erkennung.
Regelbasierte Extraktion
Für jeden der 23 Dokumenttypen existiert ein spezifisches Extraktions-Regelwerk. Die Engine erkennt Tabellen, Key-Value-Paare und strukturierte Abschnitte und mappt sie auf das ERP-Datenmodell.
Validierung und Qualitätssicherung
Extrahierte Daten werden gegen Geschäftsregeln validiert: Materialcodes müssen existieren, Mengenangaben müssen plausibel sein, Zertifizierungen müssen gültige Referenzen haben. Dokumente mit niedriger Konfidenz werden zur manuellen Prüfung markiert.
ERP-Integration
Validierte Daten werden über eine REST-API direkt in das ERP-System geschrieben. Ein Monitoring-Dashboard zeigt Verarbeitungsstatus, Fehlerquoten und Durchsatz in Echtzeit.
Ergebnisse
- 90% weniger manuelle Dateneingabe — automatisierte Extraktion ersetzt monatelange Handarbeit
- 10.000+ PDFs pro Monat — skalierbare Batch-Verarbeitung ohne Personalaufstockung
- Fehlerquote unter 2% — Validierungsregeln erkennen Grenzfälle zuverlässig
- ROI in 3 Monaten — Investition durch eingesparte Personalkosten amortisiert
- Audit-Trail — jede Extraktion ist nachvollziehbar dokumentiert
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